X Architekten

Pfarrheim Mauthausen 

Um- und Zubau, Passivhaus

Standort: Pfarrplatz 1, 4310 Mauthausen

Auftraggeber: Pfarre Mauthausen, Diözese Linz

Planungsdaten: geladener Wettbewerb 2005

Planungsbeginn: Mitte 2005

Baubeginn: Oktober 2007

Fertigstellung: Jänner 2009

Text: Wolfgang Haas

Bilder: Wolf Leeb, Lorenz Prommegger

ENTWURFSIDEE UND KONZEPT
Der „Musikberg“ bildet ein einzigartiges urbanes Landmark für Linz. Der Volksgartens geht räumlich in die neue Theaterbebauung über und mündet in eine Landschaft, die sich der Ähnlichkeit eines Bergs bedient. Seine Ausläufer sind subtil und weit von allen Seiten der Stadt spürbar. An seiner höchsten Stelle, der „einsamen Spitze“ überragt er die umliegende Bebauung, die Aussicht von dort ist überwältigend. Das Musiktheater wird ein Teil des Volksgartens und sein Dach ist als erweiterte Parkfläche öffentlich zugänglich.

STÄDTEBAULICHE ÜBERLEGUNGEN
Die Aneinanderreihung und Überlagerung von öffentlichen Funktionen im Park und der Theaterlandschaft schaffen ein breites Nutzungsspektrum. Gemeinsam mit dem Volksgarten entsteht ein Freiraum mit der Identität einer modernen Stadtparkfläche – es ist eine musikalische Entspannungszone in der verbauten Stadt. Der höhergelegte Theaterplatz ermöglicht eine selbstverständliche räumliche Erweiterung des Volksgartens in die Musiktheaterlandschaft über den verkehrsdominierten Blumauerplatz hinweg. Der „Musikberg“ ist zukünftig die wichtigste Erholungs- und Freizeitzone der Bewohner der Stadt und den Beschäftigten des neuen Businessviertels am Bahnhof. Hauptmerkmale des Entwurfs sind die Assoziation mit vertrauten und positiv besetzten Elementen wie Aktivität Landschaft / Berg und die Begehbarkeit und Bespielbarkeit.

DIE ARCHITEKTUR
Die Form der gewählten Landschaftstopografie ist eine Metapher an die Musik. Das Innere des Bergs ist geprägt vom Geheimnis der Musik. Die Räume, in denen Musik entsteht, (Auditorium, Brucknersaal, Studiobühne) schweben frei im Foyerbereich und sind als geschliffene und funkelnde Bergkristalle interpretierbar. Die amorphe Dachlandschaft formt im Inneren einen spannenden Zentralraum, der über die Elemente der Erschließung und die räumlichen Beziehungen des Raumprogramms zueinander erlebbar wird.Der höhergesetzte Theaterplatz wird zum „Transitraum“ auf dem Weg zur Welt der Musik, entkoppelt den Besucher vom lauten Stadtleben und bereitet alle Sinne auf das Erlebnis „Musiktheater“ vor.